Katzen beschäftigen wenn sie alleine sind

Vor allem Wohnungskatzen brauchen Beschäftigung, wenn ihre Menschen ganztags bei der Arbeit sind, in der Uni, in der Schule. Klar, sie schlafen viel (die Katzen …!), aber natürlich nicht die ganze Zeit. Wie bei Stubentigern keine Langeweile aufkommt, auch wenn sie Einzeltiere sind, verraten wir dir gern.

Futter ist der Burner

Jedenfalls meistens. Dass Katzen nicht gerne kräftig zulangen, ist selten. Und wenn sie keine Freigänger sind, haben die Mahlzeiten eine nicht geringe Bedeutung. Gegen ein Leckerli zwischendurch haben sie ebenfalls nichts einzuwenden. Achtung, überfüttere deinen Tatzitus nicht!

Denk dir Verstecke aus

Trockenfutter in kleinen (!) Mengen kannst du an immer neuen Orten in der Wohnung verstecken. Dein Kuscheltier wird es finden, keine Sorge! Wähle auch mal Stellen, die nur mit etwas Anstrengung erreicht werden können. Oben auf einem Schrank? Na klar! Achte darauf, dass du dabei nicht beobachtet wirst.

Wenn sich das Pelztier gerade über sein Frühstück hermacht, wird es weniger Augen und Ohren für das haben, was gerade noch so alles passiert. Hauptsache, du klapperst nicht mit der Schachtel! Dieses Signal wird keinesfalls überhört.

Befülle spezielles Spielzeug mit Trockenfutter

Schönes und Sinnvolles ist im Fachhandel oder online zu kaufen. Du kannst auch mit sehr wenig Aufwand selbst etwas basteln.
Nimm das Innere einer Toiletten- oder Küchenrolle, also die Pappe, wenn das Papier aufgebraucht ist.

Bohre mit Messer oder Schere Löcher hinein, die nur etwas größer als die Futterbröckchen sind. Verschließe die Enden gut. Entweder kannst du Papier fest hineinstopfen. Oder du verhinderst mit Klebeband, dass Mieze gleich alles ausräumt.

Der Nachteil ist, dass immer ein paar der Katzencracker daran hängen bleiben werden. Wenn du sie dann noch verfüttern willst, muss der Kleber unbedingt absolut giftfrei sein. Eine bessere Idee ist es, die Papprolle zu bestücken, die Enden flach zusammenzudrücken, umzuknicken und sie außen festzubinden oder anzukleben. Eigentlich reicht auch energisches Falten.

Probiert es mal aus, du und deine clevere Katze, ob das reicht oder zu einfach ist. Auf jeden Fall soll die Rolle nicht zu viel Fressbares enthalten und dieses soll nicht zu schnell und mühelos erreichbar sein. Etwas Herausforderung schadet nicht, im Gegenteil. Geduld haben Mäusejäger sowieso.

Schöne Aussichten

Fellnasen beobachten gern. Das ist dir nicht neu. Falls sie (oder er) dich sehen kann, wenn du nach Hause kommst, wird dir erwartungsvoll entgegengeblickt. Auch andere Menschen und Tiere werden den Tag über interessiert beäugt. Nicht immer sind so schöne Logenplätze vorhanden. Fensterbretter sind häufig zu schmal und zudem vollgestellt, zum Beispiel mit Blumentöpfen.

Wenn du über handwerkliches Geschick verfügst, vergrößere die Fensterbank. Lass eine kleine Aussichtsplattform entstehen und polstere sie, damit sie ein gemütliches Plätzchen ist. Sorge dafür, dass keine kalte Winterluft durch die Ritzen zieht. Wenn das geschieht, wird sich dieser Ort in den kühlen Jahreszeiten keiner großen Beliebtheit erfreuen.

Wenn Heimwerken nicht zu deinen Stärken gehört, kannst du so eine Katzenfensterliege für wenig Geld kaufen und sie ganz einfach am Fensterbrett anklemmen. Oder wie wäre es mit einer kleinen Hängematte, die mit Saugnäpfen an der Scheibe befestigt wird? Das ist ein Super-Ausguck.

Falls du einen Balkon hast, sichere ihn unbedingt mit einem dafür geeigneten Netz. Wenn du deinem Tatzentier im Sommer während deiner Abwesenheit Zugang zu ihm gewähren kannst, dann tu das.

Kratz- und Kletterbaum

Auch ein Katzenbaum kann ein Beobachtungsposten sein, wenn er nicht zu weit von einem Fenster entfernt steht. Und er dient, wie du natürlich weißt, noch auf viele andere Arten der Beschäftigung oder bietet, wenn er optimal ist, gleichzeitig Ruhe- und Schlafplätze.

An ihm kannst du kleine Spielzeuge mit Fell oder Federn an elastischen langen Bändern befestigen. Diese Beute zappelt nicht nur vor und zurück, sondern auch rauf und runter und animiert zum Fangen mit erhobenen Pfoten.

Es gibt jede Menge unterhaltsames Katzenspielzeug zu kaufen

Im Zoobedarfsgeschäft und in großer Auswahl im Online-Handel findest du die verschiedensten Produkte, die deine Samtpfote vor Langeweile bewahren. Katze allein zu Haus? Kein Problem, selbst dann nicht, wenn das jeden Arbeitstag viele Stunden lang so ist.

Relativ neu sind interaktive batteriebetriebene Spielsachen. Schaff ruhig welche an, die meisten kosten nicht viel. Wenn eins irgendwann nicht mehr interessant sein sollte, stell es eine Weile weg und hole es nach ein paar Wochen oder Monaten wieder hervor.

Es gibt zum Beispiel Geräte, an denen sich bunte Federn bewegen, verschwinden und schnell an unterschiedlichen Stellen wieder erscheinen. Du kannst das Spielzeug ganz einfach so programmieren, dass es zu einer bestimmten Zeit und/oder nach einer gewissen Anzahl von Stunden angeht und nach ein paar Minuten wieder aus.

Oder gefällt euch ein Federwedel, der sich verlockend bewegt, sobald ein Sensor anzeigt, dass dein Miniraubtier vorbei geht? Oder ein Laserpointer, der huschende Lichtpunkte als tolle Jagdobjekte aussendet? Viel Spaß macht es auch, glitzernde Schmetterlinge zu fangen.

Die zahlreichen Unterhaltungsmöglichkeiten bedienen alle den angeborenen Instinkt, zu verfolgen und zu erlegen. Sie halten Minitiger in Bewegung, sie vertreiben ihnen die Zeit. Und sie verhindern oft, dass dein Liebling auf dumme Ideen kommt und Polster zerkratzt oder anderes Unheil anrichtet.

Vielleicht doch lieber zwei …?

Ein Samtpfotenpaar langweilt sich wenig. Zwei Pelzträger spielen miteinander, jagen und putzen sich gegenseitig, sie schmusen, kuscheln und zanken sich auch mal.

Wenn du vor der Entscheidung stehst, ein Kätzchen bei dir einziehen zu lassen, ist es eine Überlegung wert, gleich zwei Geschwister aus dem selben Wurf zu adoptieren, am besten zwei Mädchen oder zwei Jungs.

Wenn du schon länger deine Wohnung mit einem Etagentiger teilst, könntest du erwägen, noch einen zur Gesellschaft aufzunehmen. Dabei gibt es einiges zu beachten, damit es friedlich zugeht. Mit einer etwas turbulenten Eingewöhnungszeit musst du allerdings rechnen.

Wenn sich die erste Aufregung gelegt hat, sind beide (hoffentlich) ein Herz und eine Seele und du bist nicht mehr allein für Amüsement, Fitness, Ausgeglichenheit und Abwechslung zuständig. Dennoch solltest du ein bisschen Anregung bereit halten. Man wird es dir danken.

Ganz gleich, ob du eine oder mehrere Katzen dein Eigen nennst (oder sie dich!), Beschäftigung ist immer nötig. Aber du solltest um so mehr dafür Sorge tragen, je länger du in der Regel nicht zu Hause bist, vor allem, wenn dein Räuber keinen Freigang hat und der einzige in der Wohnung ist.

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