Katzenpfoten: Funktion, Pflege, Reinigung und Wissenswertes

Katze hebt Pfote

Katzenpfoten sind eine erstaunliche Schöpfung der Natur. Sie dienen zum Sprint und zum Springen. Im Zusammenspiel mit den Krallen, die der Katze zum Klettern und zur Jagd und Verteidigung dienen, sind Katzenpfoten ein mächtiges Werkzeug.

Neben der beeindruckenden Flexibilität einer Katze sind die Pfoten sehr wichtige Details, die zum typischen Katzenverhalten und möglichen Bewegungen beitragen. Die meisten Menschen werden an dieser Stelle an die typische Katzenwäsche denken, die mit viel Geschick und Routine der Pfoten fortlaufend geführt wird.

Damit die Katze sicher und zuverlässig auf gesunden Pfoten landen kann, hat der Mensch als Halter die Aufgabe, durch Kontrolle und Pflege eine Unterstützung zu bieten. Damit die Katze somit stets in bester Gesundheit bleiben kann, sind ein paar grundlegende aber hilfreiche Tipps und Informationen sinnvoll.

Funktionsweise

Am besten lassen sich Katzenpfoten mit den Händen des Menschen vergleichen. Zwar besitzen die kleinen Raubtiere vorne 5 und hinten jeweils 4 Zehen. Das Funktionsprinzip dieser wichtigen Gliedmaßen entspricht jedoch grundlegend dem aller Säugetiere.

Dementsprechend handelt sich bei den Katzenpfoten um modifizierte Handwerkzeuge. Die Lauffläche entspricht den oberen Handballen beim Menschen und an den vorderen Füßen befindet sich in der Höhe des Gelenks die Daumenkralle. Anders als die restlichen Zehen berührt diese besondere Zehe nicht den Boden und wird auch sonst nicht speziell eingesetzt.

Beim Gehen und Laufen befinden sich die scharfen Krallen jeweils eingezogen in einem speziellen Kanal. Das wirkt so, als würden Katzen immer ihre Finger krümmen und anziehen. Diese Ruhehaltung bedeutet jedoch keinen Aufwand. Vielmehr müssen die Krallen bei Bedarf extra ausgefahren werden.

Gesunde erwachsene Katzen können ihre Krallen nach Belieben kontrollieren, wenngleich nicht unabhängig voneinander.

Pflege

Grundsätzlich übernehmen gesunde erwachsene Katzen die eigene Körperpflege selbst. Vor allem bei Hauskatzen besteht in der Regel kein Bedarf, eigens eine extra Pflege für die Pfoten einzuführen.

Anders zeigt sich das, wenn die Katze tendenziell Probleme mit den Füßen hat oder Freilauf bekommt. In Vergleich zu reinen Wohnungskatzen besitzen Freigänger sehr raue Fußballen. Darum schätzen viele Katzen eine entspannende Massage der Pfoten mit einem passenden Öl. Das pflegt die Haut und macht sie geschmeidig.

Eher aus praktischen als aus Gründen der Katzenhygiene kann es bei schlechtem Wetter sinnvoll sein, dem Tier bei der Rückkehr in die Wohnung etwas zu helfen. Vor allem die Pfoten sollten auf Fremdkörper kontrolliert und zumindest abgetrocknet werden.

Ebenfalls benötigen Katzen mit längerem Fell eine gewisse Unterstützung bei der Körperhygiene. Neben regelmäßigem Bürsten steht auch die Kontrolle der Pfoten an. Dabei kann es sinnvoll sein, lange Haare abzuschneiden und die Krallen etwas zu kürzen, um eine bessere Fortbewegung zu ermöglichen.

Richtig reinigen

Grundsätzlich mögen die meisten Katzen Wasser ungern und insbesondere die Pfoten sind sehr sensibel. Es lohnt sich darum schon früh mit der Gewöhnung an Wasser und das Anfassen überall zu gewöhnen. Meist reicht es bei Freigängern jedoch ohnehin schon aus, bei Bedarf die schmutzigen Pfoten mit einem feuchten Tuch abzureiben.

Im Fachhandel finden sich dazu verschiedene Produkte, die unterschiedliche Funktionen besitzen und eigens für die Pflege von Haustieren geeignet ist. Alternativ kann auch ein sehr mildes Babyshampoo genutzt werden. Wichtig ist, das Shampoo sehr gründlich wieder auszuwaschen.

Von Bedeutung ist darüber hinaus, die Krallen der eigenen Katze regelmäßig zu kontrollieren. Die meisten Katzenhalter stutzen die Krallen ihrer Katzen.

Das ist schmerzfrei und bedarf lediglich einer gewissen Gewöhnung vonseiten des Tieres. Dafür werden versehentliche Kratzer seltener und die Krallen sind ohnehin schnell wieder scharf.

Auch hier bietet der Fachhandel das ideale Zubehör. Während viele Katzenbesitzer ihren Tieren mit einem Nagelknipser die Krallen kürzen, nutzen andere Halter lieber eigens konzipierte Krallenzangen. Diese sind geformt wie kleine Scheren, aber mit einer speziellen Schneide, die sich gut eignet für diese Aufgabe. Große und kräftige Zangen, wie sie für Hunde erhältlich sind, braucht es meistens nicht.

Wissenswertes

Die Fähigkeit der Katze, nach eigenem Willen die Krallen aus- und einfahren zu können, besteht nicht von Geburt an. Vielmehr können Katzenwelpen ihre Krallen anfangs noch nicht einziehen. Zwar sind die kleinen Krallen noch sehr weich, aber durchaus spitz und quasi ideal, um überall wie eine Klette hängenzubleiben.

Ebenso müssen kleine Katzen lernen, wie man sich richtig putzt, was auch für die Pflege der Pfoten gilt. Erwachsene Katzen haben eine individuelle Taktik dafür, sodass die Pfoten komplett sauber werden. Dazu werden auch die Zehenzwischenräume nicht vergessen ebenso wie die Krallen. Diese werden nämlich nicht nur gewetzt und somit geschärft, sondern auch mit den Zähnen bekaut.

Eine große Frage lautet immer wieder, warum Katzen sich eigentlich mit den Hinterpfoten am Kopf kratzen. Anders als etwa bei Hunden sind Katzen eigentlich flexibel und beweglich genug, um dafür die Vorderpfoten zu nutzen.

Kommunikationsmittel Pfote

Ein Grund dafür könnte sein, dass die Krallen der hinteren Pfoten im Vergleich nicht gar so spitz sind wie vorne. Jedoch ist das nicht bei allen Katzen so und darum bleibt diese grundlegende Frage unbeantwortet.

Die Pfoten einer Katze haben noch weitaus mehr Funktionen als allgemein gedacht. In der Tat dienen die Beine ebenso wie der Schwanz und die Ohren als wichtige Mittel zur Kommunikation. Das ist gerade für den Menschen als Halter wichtig, wenn es der Katze einmal nicht so gut gehen sollte.

Die meisten Katzen zeigen erst sehr spät offensichtlich an, dass ihnen körperlich etwas fehlt. Wird das dann irgendwann bemerkt, ist das Problem oft schon weit fortgeschritten. Darum ist es wichtig, auch auf kleine Veränderungen im Gang und an den Pfoten zu achten.

Eine gehobene Pfote kann zum Beispiel auf Anspannung hindeuten in einer Situation, in der die Katze zwischen Flucht und Angriff entscheiden muss. Jedoch kann eine gehobene Pfote, vor allem beim normalen Gehen, auch auf Schmerzen hindeuten.

Spätestens also wenn die Katze humpelt, ein Bein bewusst entlastet, übermäßig daran leckt und gar eine Schwellung erkennbar ist, sollte ein Arztbesuch folgen.

Wenn die Katze allerdings beim Hinlegen ihre Pfoten einknickt und quasi unter dem Brustkorb versteckt, ist das erst einmal kein schlechtes Zeichen. Im schlimmsten Fall ist dem Tier ein bisschen kalt und das Einfalten der Pfoten soll vor Zugluft schützen. Die meisten Katzen schätzen aber diese Haltung als sichere, stabile und behagliche Position, in der sie entspannt die Augen schließen können.

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