Ungiftige Schnittblumen für Katzen

Vorsicht mit Schnittblumen im Katzenhaushalt! Katzen, vor allem Wohnungs-Minitiger, knabbern schon mal an Zimmerpflanzen und Schnittblumen, da kannst du soviel Spezialgras aufstellen, wie du willst. Umso wichtiger ist es, darauf zu achten, dass sie sich nicht in Gefahr begeben, denn auf ihre Instinkte ist nicht immer Verlass.

Schnittblumen im Katzenhaushalt

Ungiftig sind Dahlien, Gerbera, Lavendel, Margeriten, Orchideen, Ringelblumen, unbehandelte Rosen, Sonnenblumen und Veilchen.

Diese Sorten kannst du bedenkenlos in der Wohnung haben, die du mit einer Mieze teilst. Du sollst auch wissen, welche von Natur aus giftig sind und welche häufig so stark gespritzt werden, dass sie Schaden anrichten können.

Und was tust du, wenn deinem kleinen Raubtier trotz aller Maßnahmen doch ein Unglück passiert ist? Und warum machen sich diese Fleischfresser überhaupt über Pflanzen her?

Warum fressen Katzen Blumen?

Nein, dein Samtpfötchen hat nicht vor, zum Vegetarier zu mutieren. Aber alles Neue erregt seine Aufmerksamkeit, so auch ein frischer Blumenstrauß.

Grünzeug brauchen die Schmusetiger in erster Linie für ihre Verdauung. Genauer gesagt, für die Reinigung ihres Magens von beim Putzen verschluckten Haaren. Wir alle kennen das, wenn sie diese wieder hervorwürgen. Nicht schön, aber notwendig, vermehrt zu Zeiten des Fellwechsels.

Katzengras versorgt ihren Organismus mit Vitaminen, hauptsächlich mit Folsäure. Deswegen soll immer ein Topf oder eine Pflanzschale damit bereit stehen. Es mindert zumindest etwas die Wahrscheinlichkeit, dass möglicherweise Krankmachendes angeknabbert wird, ist aber keine Garantie dafür.

Also ist Vorsicht geboten, gerade bei interessanten Schnittblumen. Sie werden gelegentlich nicht nur begutachtet, beäugt und beschnuppert, sondern auch verkostet.

Die wichtigsten giftigen Blumen für Katzen

Wir zählen ein paar auf, die richtig gefährlich werden können und die sich zugleich in den meisten Haushalten großer Beliebtheit erfreuen.

Wir müssen bedauerlicherweise vor den Frühlingsboten warnen, die als Schnitt- oder auch als Zwiebelblumen gern am Ende des dunklen und kühlen Winters ins Haus geholt werden, weil sie das Ende der unwirtlichen Jahreszeit einläuten und manchmal auch betörend duften: Narzissen, auch als Osterglocken bekannt, Tulpen und Hyazinthen.

Gerade ein leuchtend gelber und roter Strauß gefällt uns Menschen, leider hin und wieder auch unseren Samtbepfoteten, wenn auch aus ganz anderen Gründen.

Vom Frühjahr und den Osterglocken ist es in Gedanken nicht weit zu den anderen für Katzen giftigen glockenförmigen Frühblühern: Schnee- und Maiglöckchen. Giftig sind ebenfalls Flieder und Chrysanthemen.

Und hochgiftig: Lilien. Auch sie sind Zwiebelpflanzen. Hier ist bereits eine winzige Menge für neugierige Pelznasen gesundheits- oder gar lebensgefährlich.

Darum unser Rat: Verbanne ihnen zuliebe Lilien ganz und gar aus deinem Heim oder stelle sie wenigstens an einen Ort, der für Katzen nicht erreichbar ist.

Lilien (für Katzen giftig)

Merkhilfe: Oster-Glocken und Frühlings-Zwiebeln, das ist die perfekte Eselsbrücke. Am besten funktioniert sie, wenn du dir alle beide bildlich vorstellst. Bei Chrysanthemen kannst du wie bei Hyazinthen an die eher komplizierte Schreibweise denken.

Giftiges in der Winterzeit

Christsterne, rote oder weiße, beliebt und dekorativ, sind schon längst als für Mäusejäger giftig bekannt.

Christsterne (für Katzen giftig)

Und etwas, das nicht alle Menschen wissen, denen eine Fellnase erlaubt, bei ihr zu wohnen, soll erwähnt werden. Auch wenn es Off-topic ist, weil es nichts mit Schnittblumen zu tun hat: Das Wasser im Weihnachtsbaumständer kann sehr schädlich sein, wenn sich Harze darin lösen. Du solltest mit einem schönen Tuch oder einer anderen Abdeckung dafür sorgen, dass Mieze es nicht trinkt.

Übrigens auch nicht die Flüssigkeit aus Vasen, schon gar nicht, wenn sie Zusätze enthält, die der Haltbarkeit dienen.

Vorsicht mit Blumengeschenken für Katzenbesitzer

Dein Zuhause ist katzenfreie Zone? Aber du möchtest jemandem, bei dem das anders ist, ein buntes Gebinde schenken. Dann solltest du eine kluge Auswahl treffen.

Was tun?

Es klingt beinahe so, als lauerten überall Gefahren. Ist es vielleicht besser, auf Blumenschmuck zu Hause zu verzichten?

Wir empfehlen dir, zumindest dafür Sorge zu tragen, dass Katzen mit ihm gar nicht erst in direkten Kontakt kommen. Stelle ein Bukett, bei dem du nicht sicher bist, außerhalb ihrer Reichweite auf.

Für Zweifelsfälle zur Ärztin oder zum Arzt für alle Felle

Mit Vergiftungen ist nicht zu spaßen. Wenn Tiger was ausgefressen und potentiell schädliche Blumen angefressen hat, behalte ihn im Auge. Falls du auch nur die geringste Verhaltensauffälligkeit bemerkst, such umgehend eine Tierarztpraxis auf. Auch nachts oder am Wochenende. Wo der nächste Notdienst ist, solltest du sowieso immer wissen.

Vergiftungssymptome können sein: Durchfall und Erbrechen, Zittern und Veränderung der Pupillen, Teilnahmslosigkeit bis hin zu Lähmungserscheinungen.

Erste Hilfe darfst und sollst du leisten, aber überlasse bitte alles Weitere den Fachleuten. Bevor du in die Tierklinik oder -praxis fährst, sieh nach, ob sich noch Pflanzenteile im Mäulchen befinden. Wenn das so ist, entferne sie umgehend. Blütenstaub von Lilien wische mit einem feuchtwarmen Tuch ab. Nimm diese Fundstücke mit, damit gleich klar ist, was die Vergiftung verursacht hat.

Genug der schlechten Nachrichten, denk an die guten

Noch einmal, welche Schnittblumen sind für Katzen absolut ungefährlich?

Margeriten und Sonnenblumen, Veilchen und Lavendel, Ringelblumen und Orchideen. Gerbera und Dahlien. Rosen eigentlich auch, allerdings sind sie oft stark mit Pflanzenschutzmitteln behandelt.

Merkhilfe: Gemeinsam ist ihnen, dass sie zum (Spät-)Sommer gehören, dass sie Wärme lieben. Dass du sie dir, Orchideen ausgenommen, gut in einem Bauerngarten vorstellen kannst.

Besonders giftig sind (Frühjahrs-)Zwiebelblumen, aber es gibt auch Sträuße, die für Katzen harmlos sind. Such im Zweifelsfall für die Vase ein Plätzchen aus, an das deine Samtpfote nicht gelangt.

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