Dürfen Katzen Honig essen?

Viele Katzenbesitzer wurden von Ihrer Katze schon dabei beobachtet, wie sie sich einen Löffel Honig in den Tee rühren. In einer solchen Situation taucht naturgemäß die Frage auf, ob Katzen eigentlich auch Honig zu sich nehmen dürfen. Dabei denken viele Menschen vielleicht zunächst an Hunde und Schokolade.

Normale Schokolade ist giftig für Hunde, weshalb man davon absehen sollte, einen Hund mit Schokolade zu füttern. Dies kann im schlimmsten Fall zu einer ernsthaften, lebensbedrohenden Vergiftung des Vierbeiners führen. Aber gilt gleiches auch für Katzen und Honig?

Ist Honig giftig für Katzen?

Die meisten Tierärzte würden es nicht empfehlen, Katzen mit Honig zu füttern. Honig ist zwar nicht direkt giftig für Katzen, allerdings kann er zu einigen unangenehmen Symptomen führen. Hierzu gehören Erbrechen und Durchfall, also Beeinträchtigungen des Verdauungssystems.

Das liegt daran, dass Katzen als Fleischfresser nicht auf die Verdauung von Glukose und Fructose eingestellt sind, aus denen Honig zum großen Teil besteht. Daher sollte man es nach Möglichkeit vermeiden, Katzen Honig zu geben oder sich auf sehr kleine Mengen beschränken.

Ansonsten kann ihr Verdauungssystem aus der Bahn geworfen werden — mit allen unschönen Konsequenzen, die daraus folgen.

Können Katzen Honig schmecken?

Katzen haben als Raubtiere, anders als Menschen, keine Schwäche für Süßes. Aus diesem Grund macht es eigentlich keinen Sinn, Katzen Honig als Belohnung oder Leckerei anzubieten — sie können den für Menschen süßen Geschmack des Honigs nicht nachempfinden und daher nur recht wenig damit anfangen.

Darüber hinaus sind ihre Speiseröhren und ihre Rachen kleiner, was das Herunterschlucken von zähen Flüssigkeiten wie Honig erschwert. Das gilt insbesondere für kleine Kätzchen, die erst wenige Tage, Wochen oder Monate alt sind. Hier sollte man also wieder einmal nicht vom Menschen auf die Katze schließen — während der eine Honig vielleicht als absolute Köstlichkeit wahrnimmt, gilt das für die Katze oder den Kater schlichtweg nicht.

Gerade auch dann, wenn die Katze bereits unter Diabetes leidet, sollte man es vermeiden, sie mit Honig zu füttern, da dies die Krankheit noch verschlimmern kann. In einem solchen Fall sollte man sie, am besten in Absprache mit einem Tierarzt, auf eine speziell auf die Krankheit angepasste Diät setzen.

Zum Beispiel ist spezielles Diabetes-Futter für Katzen im Handel erhältlich. in jedem Fall ist es auch empfehlenswert, mit dem Tierarzt darüber zu sprechen, ob man seiner Katze Honig geben sollte. In den meisten Fällen wird er aber absehbar davon abraten.

Was tun, wenn eine Katze Honig gefressen hat?

Normalerweise ist ein wenig Honig kein Problem für die Katze. Auch größere Mengen stellen im Normalfall keine akute Gefahr dar, können aber die bereits beschriebenen Verdauungsschwierigkeiten hervorrufen. Man sollte die Katze in einem solchen Fall aber im Auge behalten. Wenn starke Bauchkrämpfe, Durchfall oder Erbrechen auftreten, sollte man sie im Zweifelsfalle lieber zum Tierarzt bringen, der die Symptome lindern kann.

Im Normalfall gehen die Symptome aber auch von allein wieder vorbei. Allerdings sollte man so eine Situation auf keinen Fall künstlich herbeiführen, indem man der Katze größere Mengen Honig gibt. Dies ist meistens nichts anderes als eine unnütze Quälerei, an der weder Mensch noch Tier ihre Freude haben. Dies gilt insbesondere deshalb, da für die meisten Katzen der zuckerhaltige Honig, wie bereits beschrieben, keine Leckerei ist.

Fazit

Auch wenn Honig nicht direkt giftig für Katzen ist, ist es nicht empfehlenswert, eine Katze mit Honig zu füttern. Die potentiellen Verdauungsprobleme wiegen den möglichen Nutzen einer solchen Ernährung mehr als nur auf.

Darüber hinaus ist es häufig auch sinnlos, da die meisten Katzen die menschliche Schwäche für Süßes nicht teilen und ihm daher relativ gleichgültig begegnen werden. Wir hoffen, dass wir dir mit unserem Beitrag bei der Beantwortung deiner Frage „Dürfen Katzen Honig essen?“ helfen konnten.

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