Katze zittert: Gründe und wie du ihr helfen kannst

Jeder Tierhalter möchte, dass es seinem Haustier gut geht. Wenn die Katze deutlich zittert, ist das offensichtlich nicht der Fall. Vor allem unerfahrene Katzenbesitzer stehen oft hilflos daneben: Soll ich eingreifen, oder nicht? Was geht da vor sich und wie kann ich meinem Tier helfen?

Dabei lassen sich viele Gründe dafür finden, warum die Katze sich so verhält. Hier ein Überblick über die häufigsten davon – mit Tipps, was du in jedem Fall tun solltest.

Wann zittert eine Katze?

Zittert deine Katze, kann das verschiedene Gründe haben. Manche davon sind harmlos, das heißt: Sie lassen sich mit den richtigen Mitteln rasch beheben. Andere können gefährlich werden, sofern niemand etwas unternimmt. Wenn du so etwas beobachtest, sind vor allem zwei Dinge wichtig: Ruhe bewahren und genau hinschauen.

Denn Zittern ist nicht gleich Zittern. Manches entpuppt sich bei näherem Hinsehen als Teil der Körpersprache. So ist es eine Warnung, wenn der Schwanz heftig zuckt. Träumt die Katze hingegen, durchläuft sie verschiedene Schlafphasen – ähnlich wie wir Menschen. In einer davon zucken die Pfoten und das Maul. Das wird dann oft als Zittern missverstanden.

Zittert sie aber am ganzen Körper, dann ist etwas nicht in Ordnung. Der Organismus der Katze reagiert damit auf unterschiedliche Dinge. Das kann etwas Äußeres sein, also eine Situation, mit der sie nicht zurechtkommt. Es kann aber auch innere Ursachen haben, etwa eine Krankheit.

Zittert sie oder krampft sie?

Wichtig ist auch, den Unterschied zwischen Zittern und Krampfen zu erkennen. Beim Krampfen zieht sich der ganze Körper in regelmäßigen Abständen zusammen. Außerdem ist die Katze nicht mehr in der Lage, sich fortzubewegen. Oft wirkt sie zudem apathisch, dann heißt es: sofort zum Tierarzt!

Was geschah vorher?

Zur genauen Beobachtung zählt das, was vorher geschah. Wo war die Katze, bevor sie zu zittern begann? In welcher Situation? Einer der häufigsten Gründe für Zittern ist nämlich einfach Stress.

Je besser du deine Katze kennst, desto sicherer kannst du erkennen, was ihr fehlt!

Katze zittert: Ursache erkennen

Ist die Ursache klar, sind unterstützende Maßnahmen gefragt. Das kann aktive Hilfe sein. Aber auch die Tatsache, dass du in der Nähe bleibst, bis sie sich beruhigt hat.

War die Katze etwa in einen heftigen Kampf verwickelt, leidet sie vielleicht bloß unter Stress. Frieren ist ein weiterer häufiger Grund: Besonders alte und sehr junge Tiere sind betroffen, weil sie sehr kälteempfindlich sind.

Vergleichsweise harmlos: Gründe dafür, dass deine Katze zittert:

Im Schlaf: Katze träumt intensiv. Ungefährlich! Nicht wecken, das ist Teil des gesunden Schlafs jeder Katze.
Bei Kälte: Wurde die Katze nass oder war sie bei großer Kälte zu lange draußen? Schaffe ihr ein warmes, trockenes Plätzchen, an dem sie sich erholen kann. Biete eine Decke an, auch eine Wärmflasche oder Heizdecke geht.
Katze hat Stress oder Angst: Eine vorherige Situation hat sie überfordert. Das kann alles sein, vom Kampf zwischen Katzen bis zum Transport zum Tierarzt. Du kannst versuchen, sie abzulenken, etwa mit Spielen oder einem Leckerli. Mag sie das nicht, bedränge sie nicht. Trenne kämpfende Katzen, die nicht zur Ruhe kommen wollen.
Mangelernährung: Dies ist ein Grenzfall, weil es auf Dauer sehr gefährlich werden kann. Das sollte auch der Tierarzt feststellen. Er gibt dir dann entsprechende Ratschläge, wie du dein Tier besser fütterst.

Dann ist es ernst: weitere Gründe für das Zittern

Leider lässt sich dies nicht immer von den harmlosen Ursachen unterscheiden. Das Zittern sieht genauso aus und die Katze wird sich zurückziehen, sofern ihr das möglich ist. Vermutlich rollt sie sich auch zusammen. Aber es gibt ein paar ganz sichere Anzeichen dafür, dass es etwas Ernstes ist.

Diese weiteren Anzeichen sagen dir, dass es deiner Katze nicht gut geht:

  • Sie wirkt apathisch.
  • Sie frisst nicht.
  • Sie scheint Fieber zu haben.
  • Sie trinkt ungewöhnlich viel.

Dann solltest du mit dem Tier sofort zum Tierarzt! Das Zittern wird nicht von allein vergehen. Oder nur für eine gewisse Zeit, bevor es wiederkehrt. Deine Katze braucht Hilfe!

Deine Katze hat Schmerzen

Tut der Katze etwas weh, zittert sie auch. Erfahrene Katzenbesitzer können ihr Tier vorsichtig abtasten. Wer sich das nicht zutraut, sollte es aber lieber lassen. Vermutest du, dass deine Katze Schmerzen hat, bringe sie sofort zum Tierarzt.

Fieber bei Katzen

Auch bei erhöhter Temperatur kann die Katze zittern. Die normale Temperatur bei Katzen liegt bei 38 – 39 Grad Celsius. Sie kann sich aber leicht erhöhen, wenn das Tier an einem sehr warmen Ort liegt, zum Beispiel an der Heizung.

Echtes Fieber äußert sich bei Katzen durch weitere Anzeichen. Das Tier wirkt schlapp und bewegt sich weniger. Ihre Atmung ist deutlich beschleunigt. Sie verweigert das Fressen, selbst wenn sie sonst für ihr Leben gern frisst.

Hinzu kommen ein glasiger Blick und eben das Zittern. Sind all diese Anzeichen vereint, gilt auch hier: Bringe das Tier baldmöglichst zu einem Arzt.

Bei Zittern zu Hause Fieber messen: Machen oder lassen?

Viele raten dazu, um ganz sicherzugehen. Aber Vorsicht, Fieber misst man bei Katzen rektal! Das heißt, du musst ihr ein Thermometer in den Po stecken. Solch ein Vorgehen ist sehr schwierig. Es kann auch bei unsachgemäßer Handhabung eher schaden.

Du erkennst ja am Zittern und an den anderen Anzeichen, dass dein Tier sich nicht wohlfühlt. Überlasse das Fiebermessen darum besser dem Tierarzt!

Eine Vergiftung liegt vor

So ein Katzenmagen ist erstaunlich robust: Was er nicht verträgt, erbricht die Katze kurzerhand wieder. Oft findet man dann die Ursache des Problems beim Saubermachen.

Dennoch kann es auch bei Katzen zur Vergiftung kommen. Zum Beispiel stellen sich viele Katzenhalter Pflanzen ins Zimmer, die für Katzen giftig sind. Der Grund ist Unwissen oder Sorglosigkeit. Das kann fatal enden!

Erbricht die Katze immer wieder und zittert dabei, ist dies ein Notfall. Sofort zum Tierarzt oder in die Notfallklinik.

Epilepsie oder andere Erkrankung

Leider können auch Katzen Epilepsie bekommen. Diese Krankheit betrifft das Gehirn, weshalb es beim Anfall zum Zittern oder Krampfen kommt. Weiteres Anzeichen dafür ist die Entleerung von Blase und Darm. Hier ist dringend eine Behandlung durch den Tierarzt nötig.

Auch andere Krankheiten können ursächlich dafür sein, dass die Katze zittert. Dies sind:

  • Krankheit der Gelenke, zum Beispiel Arthrose
  • Schilddrüsenerkrankung
  • Nierenerkrankung

Parasitenbefall

Vergleichsweise harmlos sind hingegen Würmer, Flöhe, Milben oder sonstige Parasiten. In dem Fall wird der Tierarzt ein Mittel verschreiben, was die Parasiten bekämpft.

Anzeichen für ein derart bedingtes Zittern: Die Katze zuckt unvermittelt. Außerdem unterbricht sie abrupt, was sie gerade tut, um sich ausgiebig zu jucken.

Mögliche Ursachen für Zittern der Katze auf einen Blick

  • Angst, Stress, Erschöpfung.
  • Es war oder ist zu kalt, zu warm.
  • Die Katze hat Schmerzen.
  • Krankheit: Vergiftung, Epilepsie, Fieber, andere Grunderkrankung.

Fazit: Wenn die Katze zittert, finde schnellstmöglich heraus, was sie hat!

Tierhalter erschrecken, wenn die Katze zittert. Dabei kann auch etwas ganz Harmloses dahinter stecken, denn die Gründe dafür sind vielfältig: Dem Tier kann einfach kalt geworden sein.

Oder es hat Angst. Vielleicht befindet es sich in einer stressigen Situation. Es kann aber auch an Epilepsie leiden, eine andere Krankheit haben oder es hat etwas Giftiges gefressen. In solchen Fällen muss der Tierarzt helfen, nachdem er eine exakte Diagnose gestellt hat.

Ist die Ursache hingegen rasch gefunden und harmlos, kannst du als Tierhalter etwas tun. Biete ihr ein ruhiges, warmes Plätzchen an, damit sie sich wieder wohlfühlt.

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