Die 10 teuersten Katzenrassen der Welt

Katzen sind anmutig und schön – das ist keine Frage. Manche von ihnen sind sogar weit mehr als das. Sie sind so besonders, selten oder edel, dass sie ein kleines Vermögen kosten können. Die meisten der teuersten Katzenrassen der Welt entstanden aus einer Laune der Natur heraus. Oder aber sie wurden gezielt gezüchtet, wie die äußerst kostspieligen Hybridrassen.

Lasse Dich überraschen von dieser Liste der 10 teuersten Katzen der Welt.

10) Ragdoll

Preis: ab 900 Euro

Ragdoll

Die Ragdoll heißt so, weil sie wie ein „Stofffetzenpüppchen“ lässig im Arm des Besitzers hängt und sich, alle Viere von sich gestreckt, beschmusen lässt.

Eine Kalifornierin namens Ann Baker gründete die Zucht in den 1960er Jahren. Sie meldete ihre neue Katzenrasse sogar als „Erfindung“ an und hatte Jahrzehntelang das Patent für die Ragdolls in Händen. Heute darf jeder auf der Welt die blauäugigen Schönheiten züchten und liebhaben.

Stammmutter aller Ragdolls war eine ausgesprochen edle und zutrauliche (vermutlich) Angora-Katze namens Josephine. Die Ragdolls erfreuen sich großer Beliebtheit bei Familien.

Sie gelten als äußerst liebevoll und verträglich mit Kindern. Diese Stubentiger sind nicht nur freundlich, sondern teilweise auch gigantisch. Ragdoll-Katzen belegten schon etliche Male die vordersten Plätze der größten Katzen der Welt im Guinness-Buch der Rekorde.

Welpen gibt es ab 900 Euro, wobei für gewissen Stammlinien schnell Summen deutlich über 1.000 Euro fällig werden können.

9) American Curl

Preis: ab 1000 Euro

American Curl

Die Besonderheit dieser luxuriösen Katzen sind kleine, nach hinten geschwungene Ohren. Einem Züchterpaar in den USA fiel in den 1980er ein Kätzchen mit der knuffigen Ohrenform auf. Die Besonderheit inspirierte die beiden zur Gründung einer neuen Zuchtlinie.

Gezielt kreuzten sie die Katze mit diversen Katern. Tatsächlich stellte sich die ungewöhnliche Form der Ohren als genetisch dominant heraus. Fast alle Kätzchen aus American Curl Würfen haben die fein geschwungene Ohrlinie. Selbst Genetiker haben sich mit dieser Spezialität schon eingehend beschäftigt.

Doch außer dem Ohr-Gen konnten sie keine Besonderheiten oder gar schlimmen Rassekrankheiten finden. Heute zählen die American Curl zu den seltensten und teuersten Katzen der Welt.

8) Sphynx

Preis: ab 1.200 Euro

Sphynx

Nein, die Sphynx-Katze kommt nicht aus Ägypten, sondern aus Kanada. Dort wurden in den 1960er einige fast haarlose Kätzchen geboren.

Den Besitzern fiel die Ähnlichkeit zu den Katzen der südamerikanischen Azteken auf. Die sollen auch fast haarlos gewesen sein und wurden als heilige Wesen verehrt.

Also gründeten sie eine Zucht. Sie benannten die neue Katzenrasse aber nicht nach einem Bauwerk der Azteken, sondern nach der altägyptischen Sphinx. Das markante sind die riesigen Ohren und ausdrucksvollen Augen der Katzen. Manche von ihnen sehen tatsächlich aus, als seien sie nicht von dieser Welt.

Durch das Fehlen des Fells fassen sich die Tiere ungewöhnlich warm an, müssen im Winter aber drinnen bleiben. In Deutschland sind gewisse Zuchtlinien der Sphynx (ohne Schnurrbarthaare) als Qualzuchten verboten. Woanders lassen sich Liebhaber diese Tiere mehrere tausend Euro kosten.

7) Scottish Fold

Preis: 1.200 bis 3.000 Euro

Scottish Fold

Die „Schottische Faltohrkatze“ ist quasi das Ohren-Pendant zur American Curl. Nur sind ihre Ohren nach vorne geklappt statt nach hinten gewellt.

Auch diese teure Katzenrasse hat ihren Ursprung in den 1960er Jahren. Da begann ein schottischer Schäfer, sein Faltohr-Kätzchen Susi mit diversen britisch Kurzhaar Katern zu kreuzen.

Heraus kamen immer noch mehr zuckersüße Faltohr-Kätzchen und eine erfolgreiche Raritäten-Zucht.

Es gibt die Scottish Fold in vielen Farben: Gestromt, Getigert, Getupft, Blau, Braun oder Schwarz.

Vom Wesen her sind die Katzen äußerst freundlich und kinderlieb.

Man soll sie der geknickten Ohren wegen nur als Wohnungskatzen halten. Andere Stubentiger könnten die Ohrenstellung als Signal übler Laune missdeuten.

Wegen dieser Nachteile in der sozialen Kommunikation lehnen etliche Zuchtverbände die Scottish Fold ab. Trotz des „inoffiziellen“ Rassestatus gehört auch sie zu den teuersten und begehrtesten Katzenrassen dieser Welt.

6) Russisch Blau

Preis: 1.200 Euro

Russisch Blau

Die Heimat der grünäugigen Schönheiten ist der eisig kalte Norden Russlands. Von dort gelangten sie auf einem Handelsschiff nach Großbritannien, sie sogleich begeisterte Züchter fanden.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts eroberte die Russisch Blau die Adelshäuser und Herrschaftsanwesen der Insel.

Auch in Russland erfreute sich die Rasse großer Beliebtheit. Die russische Zarenfamilie soll etliche Exemplare dieser seltenen Katzen in ihren Palästen gehalten haben.

Das Wesen der Russisch Blau ist aufmerksam, sensibel und freundlich. Das Erbe der eleganten Siamkatzen sieht man den durchweg graublauen Tieren deutlich an.

Wahrscheinlich ist sie mit anderen Kurzhaarkatzen wie den Kartäusern und der Britisch Kurzhaar eng verwandt.

Trotz ihres stolzen Preises gilt diese Katze als hervorragende Familienkatze. Gelegentlich geben Hobbyzüchter sogar Welpen ohne Stammbaum für einige hundert Euro ab. Wer die Original-Zuchtlinien und Papiere haben möchte, muss mindestens 1.200 Euro berappen.

5) Peterbald

Preis: bis zu 3.000 Euro

Peterbald

Die russische Variante der Nacktkatze entstand aus der Kreuzung eines Sphynx Katers mit einer Orientalisch Kurzhaar Katze. Heraus kamen fast haarlose Kätzchen mit einem sehr eleganten und harmonischen Erscheinungsbild.

Der Kopf ist wesentlich graziler als bei der Sphynx. Die Ohren sind groß und oft etwas spitzer. Seit den 1990er wird die Rasse in Richtung der Siamnesen und Orientalen weiter veredelt. Die Peterbald ist langbeinig, schlank und sehr markant.

Wenn Du ein solches Tier Dein Eigen nennst, ist Dir die Aufmerksamkeit der Nachbarn sicher. Unter Liebhaber werden Peterbald Katzen mit Top-Stammbaum und Papieren für mehrere tausend Euro gehandelt.

4) Perser

Preis: bis zu 5.000 Euro

Perser

Perser sind die Klassiker unter den teuersten Katzen der Welt. Fast jeder Tierfreund kennt sie oder hat schon einmal von ihnen gehört.

Die Reichen und Schönen dieser Welt umgeben sich gerne mit den Langhaar-Katzen. Lange war die Perser-Zucht aufgrund der zunehmend eingedrückten Nasen in Verruf geraten.

Inzwischen bemüht man sich wieder Zuchtlinien zu erschaffen, die weniger Atemprobleme haben. Wenn Du Dir eine Perser halten möchtest, musst Du das Fellbürsten lieben. Sie ist sicher die Nobel-Katze mit dem meisten Pflegeaufwand.

Heute weiß man aufgrund von Gentests übrigens, dass die Perser viel mehr mit russischen Langhaar-Katzen und der türkischen Angora verwandt sind, denn mit Katzen aus dem historischen Persien. Als eine der häufigsten Rassen weltweit bekommt man „irgendwelche“ Perser auch schon für kleines Geld. Die teuersten und edelsten Zuchtlinien allerdings können bis zu 3.000 Euro kosten.

3) Bengal

Preis: 1.500 bis 3.500

Bengal

Original Bengal-Katzen leben wild in weiten Teilen Asiens. Die Variante fürs heimische Wohnzimmer entstand aus einer Kreuzung von Bengal-Wildkatzen mit einem edlen schwarzen Hauskater.

Erschafferin der Rasse war eine US-amerikanische Genetikerin. Sie schaffte es tatsächlich das tolle Fell der Bengal auf das gemäßigte Temperament normaler Hauskatzen zu übertragen. Heraus kam eine der teuersten Katzenrassen dieser Welt. Vom Wesen her sind die gezähmten Wildkatzen auffallend freundlich und menschenbezogen.

Ein Teil des wilden Erbes ist dennoch erhalten geblieben. Diese Stubentiger haben ein enormes Sprungvermögen und sollten entweder stilecht eine große Villa bewohnen oder nach draußen gehen dürfen. Züchter und Fans der Bengal vergleichen die Katzen mit kleinen anhänglichen Hunden. Sie sollen sogar das Apportieren lernen können. Wem das mehrere tausend Euro wert ist, wird mit dieser Katze glücklich.

2) Savannah

Preis: 1.000 bis 15.000 Euro

Savannah

Auf Platz zwei der teuersten Katzen der Welt rangiert eine weitere Wild-Kreuzung. In diesem Fall wurde die mittelgroße afrikanische Serval Wildkatze mit diversen Hauskatzen gepaart. Man nennt diese Wild-Mischungen in der Fachsprache Hybridkatzen.

Die Savannah ist nicht nur außergewöhnlich kostspielig, sondern auch ungewöhnlich groß. Je nach Anteil der Wildkatze wird sie bis zu 45 cm hoch und 1,2 m lang. Aus dem Stand springt die Savannah locker 3 m hoch.

Vom Wesen her soll die schöne Savannah überraschend freundlich sein. Selbst andere Haustiere werden akzeptiert und nicht als Mahlzeit angesehen. Der Preis richtet sich nach dem Serval-Anteil. Je mehr Wildkatzenblut enthalten ist, umso teurer ist sie.

1) Ashera

Preis: bis zu 110.000 Euro

Ashera

Die mit Abstand teuerste Katze der Welt ist ebenfalls eine Hybridkatze.

Um diese besondere Rasse ranken sich etliche Mythen. Tatsächlich sind nur wenige Exemplare jemals in der Öffentlichkeit aufgetaucht. Manche Quellen behaupten sogar, dass ihre Existenz ein Werbetrick eines skrupellosen Designer-Tierzüchters aus den USA sei.

Wieder wurde der Serval mit Hauskatzen gekreuzt. In der Ashera soll zusätzlich noch ein gewisser Anteil afrikanischer Leopard stecken.

Die Tiere sind äußerst selten und für Otto-Normal-Katzenhalter praktisch nicht erhältlich. Asheras werden in Liebhaber-Kreisen zu astronomischen Preisen gehandelt. Unter 20.000 Euro ist ein Kitten nicht zu haben. Viel wahrscheinlicher schlägt diese besondere Kreuzung mit noch viel höheren Anschaffungskosten zu Buche.

Man braucht allerdings Verbindungen, um überhaupt an eine Ashera Katze zu gelangen. Dafür soll sie ganz wunderbar verträglich für Allergiker sein.

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