Die 10 größten Katzenrassen der Welt

Savannah Katze vor Skyline und blauem Himmel

Katzen sind faszinierende Tiere und sie können richtig groß werden. Wie groß und schwer ausgewachsene Katzen werden können, wird häufig unterschätzt, wenn man nur die Kitten kennt. Wir stellen dir die größten Katzenrassen der Welt vor.

10) Chartreux oder Karthäuser Katze

Die Chartreux Katze ist eine der größten Katzenrassen der Welt.
Chartreux

Sie ist eine alte Katzenrasse, die ursprünglich aus Frankreich, vor allem aus der Bretagne stammt. Die Chartreux ist eine kräftige und muskulöse Katze. Kater können durchaus bis 7 Kilogramm schwer werden.

Die Rasse hat einen breiten Kopf mit kantiger Schnauze, ausgeprägten Backen und trapezförmigen Schädel. Die Ohren sind hoch angesetzt und stehen eng beieinander. Der Brustkorb ist sehr kräftig, die Beine muskulös. Auffallendes Rassemerkmal sind die großen gelben Augen und das kurze, dichte und wollige blau-graue Fell mit der dichten Unterwolle.

Die Karthäuser sind sehr sanfte, sensible und aufmerksame Katzen. Sie sind verschmust und gesellig, aber auch recht wesensstark und unabhängig.

9) Sibirische Waldkatze

Sibirische Waldkatze

Sie hat, wie der Name schon sagt, ihre ursprüngliche Heimat in den Weiten Sibiriens. Seit den 1990-er Jahren ist sie sehr beliebt und auch außerhalb Russlands weit verbreitet.

Zu erkennen ist sie an ihrem oft mehrfarbigen, dichten, halblangen, plüschigen Fell mit dem auffälligen Halskragen, den sogenannten Pelzhosen und den Haarbüscheln zwischen den Ballen, die sie absolut kälteverträglich machen.

Die Sibirische Katze ist recht stattlich. Große Kater dieser Rasse können um die 35 cm hoch, von der Nasenspitze bis zur Schwanzspitze gut einen Meter lang werden und ein Gewicht bis 8 Kilogramm erreichen.

Ihr Kopf ist groß und rund, die Augen mandelförmig, sehr oft bernsteinfarbig oder grün, selten blau. Die Sibirische Katze ist robust, sehr agil, manchmal stürmisch, aber auch sehr verschmust und menschenbezogen.

Sie will beschäftigt werden, liebt Spielzeug und Wasser. Bei zu viel Trubel wird sie leicht gestresst und nervös, sie braucht manchmal Zeit, sich an Dinge, die sie nicht kennt, zu gewöhnen.

8) Türkisch Van Katze

Türkisch Van

Die Türkisch Van stammt aus der Türkei, wo sie schon vor 2000 Jahren hauptsächlich in Ostanatolien, besonders in der Van-See Region lebte.

Sie ist eine große kräftige Katze. Ihre Statur ist ähnlich wie die der Sibirischen Katze. Sie hat halblanges dichtes Fell. Auffälliges Rassemerkmal ist die sogenannte Van-Zeichnung, eine kastanienbraune Färbung am Oberkopf, in der Nähe der Ohren und an der Schwanzspitze im sonst häufig schneeweißem Fell.

Der Kopf ist breit und keilfarbig, die Augen groß, mandelförmig, oft blau, manchmal auch bernsteinfarbig. Die Ohren sind groß, spitz und mit Haarbüscheln besetzt die Pfoten breit.

Die Türkisch Van Katze ist sehr lebhaft und agil, manchmal auch etwas tollpatschig und übereifrig. Sie hat eine kräftige Stimme und kann sehr nachdrücklich klarmachen, was ihr gefällt und was nicht. Auffällig ist die Begeisterung für Wasser, sie wird manchmal sogar als „Wasserkatze“ bezeichnet.

7) Britisch Kurzhaar

Britisch Kurzhaar

Sie wirkt wie ein großes Kuscheltier mit ihrem weichen flauschigen Fell, dem gedrungenen Körper, dem runden Kopf, den großen Augen, mit den kleinen abgerundeten Ohren und der kurzen Nase.

Ihre Beine sind kürzer als bei anderen Großkatzen, ebenso auch der Schwanz. Britisch Kurzhaar-Kater können bis zu 8 Kilogramm schwer werden.

Es gibt die Britisch Kurzhaar allen Hauskatzen- Fellfarben und Zeichnungen.

Die Ahnen der Rasse wurden Jahrhunderte lang in Großbritannien als typische Hauskatzen gehalten und ab dem 19. Jahrhundert gezielt in der heutigen Form gezüchtet. Die Britisch Kurzhaar ist eine sehr unkomplizierte Katze mit friedlichem Temperament.

Sie neigt zu Bequemlichkeit und leider auch zu Übergewicht.

6) Norwegische Waldkatze

Norwegische Waldkatze

Sie ist eine sehr alte Katzenrasse, die wahrscheinlich durch Mutationen verwilderter Hauskatzen entstand. Eine andere Möglichkeit ist, dass sie mit Schiffen aus anderen Ländern, zum Beispiel aus dem Nahen Osten nach Norwegen kam und dort, sich selbst überlassen, zur heutigen Form entwickelte.

Auch die Norwegerin ist sehr groß, Kater werden bis 120 cm lang und bis 9 Kilogramm schwer.

Die Norwegische Waldkatze hat dichtes, halblanges und wasserabweisendes Fell mit starker Unterwolle. Charakteristisch für diese Rasse ist eine auffällige Halskrause aus Fell und starke Behaarung der Hinterbeine und der Pfoten. Diese und ihr extrem buschiger Schwanz schützte die Tiere in ihrer skandinavischen Heimat vor der Winterkälte.

Wie die Maine Coon kommt auch die Norwegische Waldkatze in allen möglichen Fellfarben vor. Ihr Kopf ist dreieckig, das Profil lang gestreckt und gerade, die großen Ohren haben Pinsel wie beim Luchs.

Norwegische Waldkatzen sind temperamentvoll, wahre Kraftpakete, aber trotzdem sehr sanft, verschmust und sowohl mit anderen Katzen als auch mit anderen Haustieren verträglich.

5) Chausie

Chausie

Sie ist eine Kreuzung zwischen einer Hauskatze und einer asiatischen Wildkatze, der Rohrkatze. Sie ist also eine Hybridkatze. Zum ersten Mal gezüchtet wurde die Chausie in den 1960-er Jahren in den USA.

Auch sie gehört zu den Großkatzen. Chausie-Kater können bis 10 Kilogramm schwer und 40 cm hoch werden. Ihr Körperbau ist athletisch mit voller Brust, der Kopf leicht keilförmig mit hohen Wangenknochen, die Augen groß und die Ohren breit mit luchsähnlichen Pinseln.

Das Fell der Chausie ist kurz und dicht, die Fellfarbe braun, schwarz und silbern, gestromt, gebändert, mit andersfarbigen Spitzen oder einfarbig glatt.

Vom Charakter her ist die Chausie trotz ihres recht wilden Aussehens eine menschenbezogene und gutmütige Katze, die aber trotzdem auch mal die Krallen zeigen kann, und der ihre Menschen möglichst etwas Freiheit lassen sollten.

4) Maine Coon

Maine Coon

Die Herkunft dieser großen alten Katzenrasse ist nicht ganz klar. Sicher ist nur, dass sie aus dem Nordosten der USA, besonders aus Maine, stammt. Sie gilt als die „Staatskatze“ dieses Bundesstaates.

Das sie eine Kreuzung aus Katze und Waschbär (Racoon) sei, gehört allerdings in den Bereich der Märchen. Die Maine Coon kann über 40 cm hoch und von Nasenspitze bis Schwanzspitze über einen Meter lang werden. Kater bringen bis 10 Kilogramm auf die Waage, weibliche Katzen bis 7 Kilogramm.

Die zu den Waldkatzen zählende Maine Coon hat langes, dichtes und wasserabweisendes Fell, einen großen Kopf mit breiter Schnauze und weit auseinander stehende Augen. Die Ohren sind groß, haben oft „Luchspinsel“ und Ohrbüschel, ebenso zeigen sich Haarbüschel zwischen den Zehen. Der Schwanz ist lang und buschig. Es kommen alle möglichen Fellfarben und Augenfarben vor.

Die Maine Coon gilt als robust, sehr lebhaft aber dabei freundlich und anhänglich.

3) Ragdoll

Ragdoll

Die Ragdoll wurde in den 1960-er Jahren in den USA gezüchtet. Ihre Stammmutter war eine Angorakatze, ihr Stammvater vermutlich ein Birmakater. Der Name Ragdoll bedeutet soviel wie „Stoffpuppe“, weil sich die Tiere, wenn man sie hochhebt, ganz entspannt wie eine Puppe einfach hängen lassen.

Die Ragdoll ist eine große muskulöse und schwere Rasse mit halblangen, sehr weichen und seidigen Fell. Der Kater wird bis 10 Kilogramm schwer und kann bis 40 cm hoch und 120 cm lang werden.

Weibliche Katzen sind deutlich kleiner. Der Kopf der Ragdoll ist groß und rund, die Augen leicht schräg und mandelförmig, fast immer leuchtend blau. Die Ohren sind mittelgroß, der Schwanz buschig. Ragdolls gibt es in vielen Fellfarben.

Sie sind sehr menschenbezogene freundliche Katzen, die gerne und ausgiebig spielen und sich auch für Haushalte mit kleinen Kindern oder mit anderen Tieren gut eignen.

2) RagaMuffin

RagaMuffin

Bei ihr handelt es sich um eine sehr junge, erst 1994 von einigen Verbänden anerkannte Katzenrasse, deren Entstehung auf eine Auseinandersetzung zwischen amerikanischen Züchtern zurückzuführen ist. Sie hat die gleichen Ursprünge wie die Ragdoll und ähnelt dieser Rasse auch sehr stark in Größe, Gewicht, Körperform und Fell.

1) Savannah

Savannah

Sie gilt als größte und exotischste Katzenrasse der Welt. Entstanden ist sie in den 1980-er Jahren durch die unbeabsichtigte Kreuzung einer Siamkatze mit einem afrikanischen Serval-Kater, also einer Raubkatze. Sie ist deshalb ebenfalls eine Hybridrasse.

Beim Äußeren überwiegt oft noch das Aussehen des Serval mit seinem beige-goldenen, schwarz getupften Fell und dem schlanken grazilen Körperbau. Heute gibt es die Savannah auch in Silber-, Braun, und Grautönen.

Ein Savannah-Kater wird bis 45 cm hoch und an die 120 cm lang. Der Kopf ist im Verhältnis zum Körper klein und dreieckig, der Hals lang. Die Augen sitzen tief und relativ nahe beieinander. Auffällig ist die sogenannte Tränenzeichnung, die an den Gepard erinnert. Die Beine sind lang, wobei die Hinterbeine etwas länger als die Vorderbeine sind. Die Ohren sind rassetypisch sehr groß, der Schwanz ist mittellang und relativ breit.

Die Savannah ist eine freundliche, soziale und sehr verspielte Katze mit ausgesprochen hohen Bewegungsdrang. Sie kann ohne weiteres bis 2 Meter hoch springen und sehr klettern, liebt Spielzeug, apportiert und badet gern.

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